Archiv des Monats: Januar 2016
NetBIOS Der Begriff NetBIOS wurde in 1983 durch IBM festgelegt. IBM hat diese Entwicklung massgeblich vorangebracht. NetBIOS wurde im Auftrag von IBM von der Firma Sytek für IBMs PC-Netzwerk als eine proprietäre Hardware-Lösung zur Vernetzung kleiner Arbeitsgruppen entwickelt. Der Begriff steht für Network Basic Input/Output System und stellt auf der 5. Schicht des OSI-Schichtenmodells (Kommunikationsschicht) eine Schnittstelle für Anwendungen zum Windows-basierten Netzwerk zur Verfügung. Die ersten Netzwerkfunktionen in PC-DOS und MS-DOS setzten auf NetBIOS auf. <- Lang ist es her DOS! Die Firma Novell implementierte 1986 eine NetBIOS-Emulation, die auf dem IPX/SPX-Protokoll aufbaute. 1987 folgte IBM mit der in RFC 1001 (Protocol Standard für NetBIOS Service bei TCP/UDP Transport) festgelegten Implementierung von NetBIOS auf dem TCP/IP-Protokoll, heute bekannt unter dem Namen NetBIOS over TCP/IP (NBT). Sowohl IPX als auch IP sind routbare Protokolle, wodurch NetBIOS-basierte Anwendungen über die Grenzen kleiner lokaler Netze hinaus nutzbar wurden. Durch die Verwendung alternativer Namensauflösungs-Mechanismen (WINS, DNS) ist auch das Problem des hohen Broadcast-Aufkommens gelöst worden. Noch einwenig mehr Tiefe: Mit dem Übergang zu standardisierten Netzwerken wie Token-Ring und Ethernet ab ca. 1985 entstand die Notwendigkeit, bestehende Software über die neuen Netze verwenden zu können. Dazu wurden die NetBIOS-Funktionen in einem Emulationsprogramm realisiert, das seinerseits […]
