Thalia – Bedrohungsgrad: 74,3 %

Bücher
Wichtige Online-Angreifer ganz klar Amazon

Unter dem Druck der Online-Konkurrenz musste Thalia bereits Filialen schließen.

Um den Mitbewerbern auf Augenhöhe begegnen zu können, mischt der Buchhändler mit einem Onlineshop und einem eigenen eReader auch im digitalen Geschäft mit.

„Als Buchhändler, der stationär wie auch online vertreten ist, haben wir große Vorteile gegenüber reinen Online-Playern: beispielsweise die Nähe zum Kunden vor Ort und die persönliche, buchhändlerische Beratung. Beides steht bei Thalia im Mittelpunkt, um den Kunden auf allen Kanälen ein erstklassiges Einkaufserlebnis zu bieten“, lässt der Unternehmen mitteilen.

Zudem plane man das Portal buch.de vollständig zu übernehmen.

Laut Studie von Dr. Wieselhuber & Partner hat Thalia aber noch mit anderen Problemen zu kämpfen: „Thalia, aber auch der Weltbild-Verlag, der Anfang 2014 Insolvenz anmelden musste, haben aus Verbrauchersicht deutlich nachgelassen. Auch hier ist es nicht nur die Leistung, sondern auch das Image, das für die schlechten Werte verantwortlich ist.“

Depot – Bedrohungsgrad 74,6 %

Möbel / Deko
Wichtigste Online-Wettbewerber sind Home24 / Westwing

Bislang entfallen erst zwei bis drei Prozent der Umsätze der Möbelbranche auf Internethändler, aber die Abwanderung ins Netz hat laut Branchenkennern begonnen.

Davor ist auch die Warenahuskette Depot nicht gefeit und setzt deswegen auf den Ausbau der eigenen Onlinepräsenz und Wachstum im Bereich eCommerce.

„Für DEPOT zeigt sich klar, dass Händler, die On- und Offline sinnvoll miteinander verbinden können, langfristig erfolgreich sein werden.

Durch die Verzahnung der beiden Verkaufskanäle haben Firmen wie DEPOT deshalb einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber Pure Playern“, erklärt das Unternehmen.

Sport 2000 – Bedrohungsgrad: 76,9 %

Sport / Freizeit
Wichtigste Online-Wettbewerber sind Zalando, Portale von Markenherstellern

Wie RunnersPoint und InterSport steht auch die Gruppe von mehr als 3.800 selbständigen Sportfachhändler unter Druck.

Geschäftsführer Andreas Rudolf gibt sich dennoch zuversichtlich: „Wir sind fest davon überzeugt, dass der stationäre Fachhandel noch genügend Chancen und Potenziale hat und sich nicht allzu stark ablenken und irritieren lassen sollte.“ Trotzdem erkennt er die Potentiale des Internets an: Die Recherche zu Produkten vor dem Besuch im Geschäft erfolge zu einem großen Teil im Internet. Die Sport-2000-Strategie sei deshalb darauf ausgerichtet, „das Internet als Informations-, Werbe- und Absatzkanal bestmöglich zu nutzen“, sagt Rudolf. „Denn aus unserer Sicht hat sich das Konsumentenverhalten der Verbraucher vor allem dahingehend verändert, dass sie bewusster mit ihrer Zeit umgehen und Einkäufe dementsprechend geplanter und zielgerichteter erfolgen.“

Mayersche Buchhandlung – Bedrohungsgrad: 77,1 %

Bücher
Wichtigste Online-Wettbewerber sind Amazon, buch.de

„Die Wachstums-Kurve des Online-Handels ist zwar noch zweistellig, flacht aber ab.

In Deutschland gibt es eine steigende Sensibilität der Kunden für die Fragen, wo sie einkaufen, welcher Händler Steuern zahlt und wie viel er ausbildet“, heißt es aus der Mayerschen-Zentrale.

Die Hoffnung, dass sich der Erfolgskurs von Amazon & Co. dauerhaft stoppen ließe, scheint aber unbegründet.

Der stationäre Buchhandel büßt immer mehr Umsatz ein und verliert auch zunehmend Verkaufsstätten.

Dabei sind es nicht nur die kleinen Buchhandlungen, die sich den Marktgegebenheiten anpassen müssen, sondern auch die Riesen.

Intersport – Bedrohungsgrad: 77,7 %

Sport/Freizeit
Online-Wettbewerber sind Zalando, Portale von Markenherstellern

Das eigene Geschäftsmodell sei „in keinster Weise akut bedroht“, heißt es auf Anfrage von Intersport.

Das sehen die Berater von Dr. Wiesenhuber & Partner anders.

Von allen Mode- und Sportgeschäften hat Intersport den höchsten Bedrohungsgrad.

Zwar hat die Verbundgruppe von Sportfachhändlern 2013 auch einen eigenen Online-Auftritt ins Netz gebracht, der bietet jedoch nur Standard-Leistungen und kann sich kaum von den Mitbewerbern abheben.

Das weiß man wohl auch bei Intersport und verweist auf die vermeintlichen Stärken: Der Großteil des Geschäfts werde „gerade im Sportfachhandel mit besonders beratungsintensiven und funktionellen Produkten auch in Zukunft stationär beim Händler passieren“.

Toys’R’Us – Bedrohungsgrad: 78,2 %

Spielwaren
Wichtigste Online-Wettbewerber sind myToys, windel.de, babymarkt.de

Auch für den amerikanische Spielzeug-Riese sieht die Zukunft nicht rosig aus.

Der Spielwarenmarkt ist schon seit Jahren eine der wettbewerbsintensivsten Branchen im Einzelhandel. Zunehmend kehren die Kunden dabei den stationären Läden den Rücken und bestellen im Internet. Die Online-Händlern haben sich beim Konsumenten mit einem breiten Sortiment etabliert. Toys’R’Us hat in der Wahrnehmung der Kunden dagegen verloren.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.